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Bundestagsabgeordnete bei Kundgebung in Friedberg/Geringe Löhne, hohe Kosten

Kreisweiter Protest der Hebammen wird von Nina Hauer unterstützt

21.09.2009 - Zwei Jahre lang haben die deutschen Hebammenverbände mit den Krankenkassen verhandelt, heraus kam eine Vergütungssteigerung um 1,5 Prozent. „Das sind elf Cent pro Stunde mehr, jetzt reicht es uns“, sagt Susanne Otte-Seybold, die gemeinsam mit rund 25 anderen Hebammen aus dem gesamten Wetteraukreis vor dem Friedberger Landratsamt protestiert hat. Unterstützung erfahren die Hebammen nicht nur vom Wetterauer Gesundheitsdienst, sondern auch von ihrer Bundestagsabgeordneten Nina Hauer. „Die Leistung der Hebammen wird geringgeschätzt, dieser wichtige Abschnitt im Leben von Mutter und Kind wird unter Wert behandelt“, sagte Nina Hauer am Rande der Kundgebung.

Otte-Seybold dankte der Abgeordneten und dem Gesundheitsamt für deren Unterstützung. Seit Mai laufe die bundesweite Aktion „Zum Geburtstag wünsche ich mir eine Hebamme…die von ihrer Arbeit leben kann“. Die Hebammenarbeit sei von vielen Seiten gewünscht und nachgefragt. Für werdende Mütter stellten die Leistungen eine wichtige Unterstützung dar.

Doch in der Realität könnten sich Hebammen während der Geburtsphase nicht auf eine Frau konzentrieren, sondern nur dann begleitend da sein, wenn es unumgänglich sei. „Frauen brauchen aber gerade hier die Unterstützung, sonst drohen ihnen und der ganzen Familie Traumata“, erklärt die Hebamme Sandra Mauer. Die Rate der Kaiserschnitte und des Medikamenteneinsatzes sei drastisch gestiegen, dies könne aber durch Hebammen mit genügend Zeit abgefedert werden.

Der durchschnittliche Stundenlohn für die Frauen liegt bei 7,50 Euro. Bezahlt werden müssen davon auch noch die Haftpflichtversicherungen, die in dieser Branche mehrere Tausend Euro im Jahr ausmachen. „Die Krankenkassen hingegen geben nur 0,2 Prozent des gesamten Haushalts für Hebammen aus. Das ist nicht tragbar“, sagt Otte-Seybold. „Schließlich sind wir Friedensstifterinnen für kommende Generationen.“

Nina Hauer nach der Kundgebung: „Es gibt über 17.000 Hebammen in Deutschland, die darunter leiden, dass sie kaum Gehör finden. Auch wir als Politiker sind aufgerufen, für sie Arbeitsbedingungen zu schaffen, mit denen Hebammen ein gesichertes Einkommen und genug Zeit für die Frauen haben.“ Nina Hauer hatte in den vergangenen Monaten bereits mehrere Gespräche mit den Hebammen geführt und eine Delegation zu einer Informationsreise nach Berlin eingeladen.

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