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Bundestagsabgeordnete Nina Hauer besuchte Unternehmen in Nidda / Nach Kapazitätserweiterung von Krise getroffen

Pfleiderer-Werk hofft auf Aufschwung

19.09.2009 - „Das Werk der Pfleiderer AG in Nidda stellt einen wichtigen Standortfaktor für die Stadt dar. Deswegen bitte ich gerne meine Hilfe an, falls es Probleme bei Verhandlungen mit der KfW geben sollte“, so die Bundestagsabgeordnete für den Wetteraukreis und die Kinzigtalkommunen Bad Soden-Salmünster, Wächtersbach und Brachttal, Nina Hauer (SPD), zu Pfleiderer-Werksleiter Kurt Füchter. Nina Hauer und eine große Delegation Niddaer SPD-Vertreter besuchten das Werk mit seinen 143 Mitarbeitern, davon sind sechs Auszubildende.

Als Hornitex hat das Unternehmen eine lange Geschichte in Nidda. Heute werden hier 135.000 Kubikmeter Holz zu MDF-Platten umgewandelt, für die es viele Verwendungsmöglichkeiten im Innen- und Außenausbau gibt. „Das MDF-Werk wurde während des Booms 1989 gebaut“, erklärte Füchter. Im Jahr 2001 musste Hornitex Insolvenz anmelden, die 1970 gebaute größte Spanplattenanlage Europas wurde stillgelegt. 2004 übernahm die Pfleiderer AG die über 22 Hektar große Industrieanlage. In den letzten Jahren investierte sie rund 6 Mio. Euro in den Standort, um dessen Produktivität zu steigern und Prozesse zu optimieren.

Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise blieben die positiven Effekte der Investitionen jedoch aus. „Die Nachfrage ist um 20 Prozent zurückgegangen, und aufgrund der Überkapazitäten in Europa sind die Preise für Faserplatten in den Keller gerutscht“, erklärt Füchter. Mit einer leichten Besserung rechne er Ende 2010, Anfang 2011.

„Wir versuchen das Werk zu halten“, betont Füchter: „Ob uns das gelingt, können wir zum heutigen Zeitpunkt aber nicht garantieren. Das hängt nicht zuletzt von unseren Kunden ab.“ Diesen würden vor allem die restriktive Kreditvergabe der Banken und die geringe Risikobereitschaft der Kreditversicherer Probleme bereiten. Hier müsse die Regierung dringend Hilfe beisteuern, appellierte Füchter an die Bundestagsabgeordnete.

Auch mit Hessen Forst spricht das Unternehmen. „Dabei geht es zum einen um Zahlungsziele, zum anderen aber auch um die Übernahme des FSC-Qualitätssiegels für nachhaltige Holzwirtschaft. Da Deutschland ein eigenes Siegel herausgibt, der internationale Markt aber FSC verlangt, haben wir für unseren Export zu wenig Holzquellen in der Region“, schildert Füchter. Der Exportanteil des Unternehmens liegt bei 60 Prozent.

Beim anschließenden Rundgang durch die Werkshallen ging Füchter auf die Produktion ein. Noch immer beziehe das Unternehmen den größten Teil des Holzbedarfs aus einem Umkreis von 60 bis 100 Kilometern. Baumstämme werden zu Holzhackschnitzeln verarbeitet, aber auch fertige Holzhackschnitzel werden angekauft. Die Dimensionen, in denen das Rohprodukt zu den fertigen Platten mit und ohne Beschichtung verarbeitet werden, erstaunten die Besucher.


„Die Stadt Nidda identifiziert sich mit Pfleiderer. Als wichtiger Arbeitgeber in der Region hat das Unternehmen jede Unterstützung verdient, die die Politik geben kann. Ich kann verstehen, dass die Mitarbeiter und ihre Familien sich Sorgen machen“, so Nina Hauer nach ihrem Besuch.

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