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Bundestagsabgeordnete Nina Hauer informiert sich über Planungen zum Energiedorf / Großes Engagement gelobt

Bergheim bereitet sich auf Unabhängigkeit vor

16.09.2009 - „Das ist fantastisch, wir die Bergheimer ihre Chance erkannt haben und nun darauf setzen, den größten Teil der Haushalte mit eigener Wärme zu versorgen. Sollte das Energiedorf Bergheim Hilfe bei den Verhandlungen mit der KfW benötigen, biete ich gerne meine Hilfe an“, sagte die Bundestagsabgeordnete für den Wetteraukreis, Nina Hauer (SPD) nach ihrem jüngsten Besuch in Bergheim. Dort informierten Ortsvorsteher Hartmut Langlitz, Bürgermeisterin Ulrike Pfeiffer-Pantring und Vertreter des Energiedorfes über den Stand der Planungen zu einem eigenen Holzhackschnitzel-Kraftwerk und der Kanalisierung des Dorfes.

Die Genossenschaft wurde am 3. Juli gegründet. „Derzeit haben wir 93 Genossen und 102 Haushalte, die mitmachen werden. Damit liegen wir bereits bei über der Hälfte aller Bergheimer Häuser“, so Langlitz. Da die Straßen ohnehin wegen Kanalarbeiten geöffnet werden mussten, hat die Genossenschaft, die aus einer Arbeitsgruppe entstanden ist, die Idee der Eigenversorgung mit Wärme auf den Plan gebracht. Nun werden die Leitungen neben den Kanälen unter die Straßen gebracht. „Wir haben uns von vielen Ideen für die Holzhackschnitzel entschieden, weil wir damit unsere holzreiche Region stärken und einen günstigen und umweltfreundlichen Brennstoff als Basis haben“, so Langlitz. Auch die Verarbeitung des Holzes zu den Hackschnitzeln könne künftig in der Region geschehen“, so Pfeiffer-Pantring.

„Andere Orte in Deutschland und international haben bereits eigene Lösungen auf den Weg gebracht, unabhängig Wasser oder Strom herzustellen. Dort gibt es eine große Zufriedenheit“, so Langlitz weiter. Die Genossenschaft verkauft Anteile zu je 600 Euro, jeder Genossenschaftler darf mitbestimmen. Ab zehn Anteilen darf sich ein Genossenschaftler eine eigene Wärmepumpstation ins Haus stellen. Weitere Kosten für die Straßenkanäle und die Technik im Haus fallen nicht an. „Dafür sparen die

Genossenschaftler nicht nur massiv an den Heizkosten. Auch die Öltanks und der Brenner fallen weg, Schornsteinfegerkosten gehören der Vergangenheit an“, erklärt Langlitz. Die Abgase der Großanlage würden so gefiltert, dass dies der Abgasleistung von ein bis zwei Wohnhäusern mit Heizölbetrieb entspräche. Bis Spätherbst 2010 soll die Anlage ihren Betrieb aufnehmen.

Pfeiffer-Pantring lobte die Flexibilität und das große Engagement der Genossenschaft: „Jeder hat sich nach seinen Fähigkeiten bestens in die Genossenschaft eingebracht und sich in die verschiedenen Themen eingearbeitet. Die Genossenschaftler freuen sich nun darauf, unabhängig in der Warmwasserversorgung zu werden.“ Insgesamt will das Dorf rund 300.000 Liter Heizöl im Jahr einsparen. So etwas gemeinsam zu erreichen, ist eine tolle Leistung für alle“, freute sich Nina Hauer.

 

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