.

Mehr Aufstiegschancen durch Weiterbildung / Familien werden besonders gefördert

Mehr Geld beim Meister-BAföG

30.06.2009 - Wer sich beruflich fortbildet, erhält dafür künftig mehr Geld vom Staat: Am 1. Juli treten Verbesserungen beim sogenannten „Meister-BAföG“ in Kraft. Darauf hat nun die SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wetteraukreis und die drei Main-Kinzig-Kommunen Bad Soden-Salmünster, Wächtersbach und Brachttal, Nina Hauer, hingewiesen.
Fachkräfte, die sich auf einen Fortbildungsabschluss als Meister, Techniker oder Betriebswirt vorbereiten, werden noch besser unterstützt. „Vor allem Fachkräfte mit Kindern profitieren von den Neuregelungen“, so Nina Hauer. So steigt beispielsweise der Höchstsatz für den Lebensunterhalt bei Alleinstehenden mit einem Kind von 854 auf 885 Euro pro Monat. Davon werden künftig 334 statt bisher 229 Euro als Zuschuss gewährt, der nicht zurückgezahlt werden muss. „Im Ergebnis heißt das: mehr Geld, weniger Darlehenslast,“ resümiert die Abgeordnete.

Erfolg wird zusätzlich belohnt: Wer die Abschlussprüfung besteht, muss danach noch weniger Darlehen abbezahlen. Außerdem können nun mehr Menschen gefördert werden. Auch die förderfähigen Berufe wurden erweitert. Davon profitieren Teilnehmer an Aufstiegsfortbildungen in der ambulanten und stationären Altenpflege sowie zum Erzieher oder zur Erzieherin. „Insgesamt wird die Aufstiegsförderung attraktiver, leistungsfähiger und wirkungsvoller,“ bilanziert Nina Hauer. Und weiter: „Die SPD hat die Reform in der Großen Koalition durchgesetzt und aus dem Meister-BAföG ein echtes Aufstiegs-BAföG gemacht.“ Förderanträge und Beratung erhalten Interessierte beim Studentenwerk Gießen, Otto-Bahaghel-Straße 23-27, Postadresse: Studentenwerk Gießen, Postfach 111129, 35356 Gießen. Ausführliche Informationen zum Meister-BAföG gibt es außerdem im Internet unter www.meister-bafoeg.info. Hintergrund: Das von Bund und Ländern gemeinsam finanzierte Meister-BAföG (Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz oder kurz AFBG) garantiert einen individuellen Rechtsanspruch auf Förderung von beruflichen Aufstiegsfortbildungen. Gefördert werden beispielsweise Handwerker und andere Fachkräfte, die sich auf einen Fortbildungsabschluss als Handwerks- oder Industriemeister, Techniker, Betriebswirt oder eine vergleichbare Qualifikation vorbereiten. Kurz: Das Meister-BAföG steht wie kaum ein anderes Gesetz für den sozialdemokratischen Ansatz, Aufstieg durch Bildung zu ermöglichen. Die wichtigsten Maßnahmen im Einzelnen: Flexibilisierung der Förderung: Künftig besteht Anspruch auf Förderung einer Aufstiegsfortbildung, die nicht mehr zwingend die „erste“ Fortbildung sein muss. Erweiterung der förderfähigen Aufstiegsfortbildungen: Aufstiegsfortbildungen in der ambulanten und stationären Altenpflege sowie zum Erzieher oder zur Erzieherin wurden in den Förderbereich aufgenommen. Verbesserung der Frauen- und Familienförderung: Der Kinderzuschlag beim Unterhaltsbeitrag wurde von bisher 179 Euro auf 210 Euro angehoben und künftig zu 50 Prozent als Zuschuss aus-bezahlt. Außerdem wurde der Kinderbetreuungszuschlag für Alleinerziehende pauschalisiert. Er wird künftig in Höhe von 113 Euro monatlich pro Kind ohne Kostennachweis bis zum 10. Geburtstag gezahlt. Bei der Betreuung behinderter Kinder ist diese Altersbegrenzung entfallen. Belohnung erfolgreicher Fortbildungsabschlüsse: Zusätzlich zum bestehenden Maßnahmenzuschuss von 30,5 Prozent wird nun bei Bestehen der Prüfung ein weiterer Erlass von 25 Prozent auf das Restdarlehen für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren gewährt. Bessere Anreize für Existenzgründer zur Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen: Existenzgründer haben neue Anreize zur Einstellung von Beschäftigten erhalten, die zudem künftig auch für die Einstellung von Auszubildenden gelten. Verbesserung der Migrantenförderung: Ausländische Fortbildungswillige mit dauerhafter Bleibeperspektive können nun auch ohne vorherige Mindesterwerbszeiten gefördert werden, wenn sie schon länger in Deutschland leben. Außerdem wurde die bisher bestehende Förderlücke in der Prüfungsphase geschlossen.



Link-Tipps

Spenden
Nina Hauer bei wer-kennt-wen.de
Regierungsprogramm
Interview im Deutschlandfunk
Wahlkampf 09
Schnuppermitgliedschaft
Homepage des Netzwerks Berlin

Wahlkreisbüro

Mein Wahlkreisbüro wurde im Oktober 2009 geschlossen.


Büro Berlin

Mein Berliner Büro wurde im Oktober 2009 geschlossen.